Öffentlicher Vortrag: Wie die Bauern nach Westfalen kamen

Öffentlicher Vortrag: Wie die Bauern nach Westfalen kamen
Öffentlicher Vortrag: Wie die Bauern nach Westfalen kamen
Donnerstag | 20. Juli 2017 | 19:00 Uhr


Wie die Bauern nach Westfalen kamen
Öffentlicher Vortrag von Dr. Hans-Otto Pollmann, LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Bielefeld
Die zweite Hälfte des 6. Jahrtds. v. Chr. wurde für Mitteleuropa zukunftsweisend. Die ersten Bauern und Viehzüchter aus Südosteuropa revolutionierten mit ihren Innovationen den Alltag. Wo vorher Jäger und Sammler nomadisch von dem lebten, was ihnen die Natur gab, kultivierten die Menschen jetzt das Land, bauten Getreide an, hüteten das Vieh, produzierten Keramikgefäße und Steingeräte und siedelten in dorfähnlichen Gemeinschaften im Rahmen einer neuen Sozialstruktur. Nach außen gaben sie an andere Regionen die Impulse zu einer Entwicklung in ähnlichen Bahnen. Westfalen war sowohl Kernland dieser neuen Kultur als auch gleichzeitig Grenzland zwischen Bauern- und Jägerkulturen. Es war der Beginn einer Gesellschaft, die sich kontinuierlich trotz mancher Rückschläge zu unserem heutigen Gemeinwesen entwickelte und deren Erforschung eines der Aufgaben der Archäologie ist.
Der Vortrag ist Bestandteil der Reihe des Fördervereins LWL-Museum für Archäologie zur Landesausstellung „Revolution Jungsteinzeit“